Das Picture Exchange Communication System (PECS) ist ein System der Unterstützten Kommunikation, um Menschen, die nonverbal sind, über eingeschränkte sprachliche Fähigkeiten verfügen oder sprachliche Kommunikation verweigern, durch die Nutzung von Bildkarten an die Kommunikation heranzuführen. Arbeiten Sie an einer Förderschule, ist Ihnen PECS vermutlich ein Begriff, denn das System erfreut sich großer Bekanntheit. In unseren Fortbildungen lernen Sie den genauen Einsatz der PECS-Methode bei Kindern mit Autismus oder anderem kommunikativen Förderungsbedarf.

Das Picture Exchange Communication System ist eine erfolgreiche, evidenzbasierte Methode. Das heißt es gibt zahlreiche Forschungsstudien, die durch statistische Auswertungen den Erfolg der PECS-Methode in der Praxis, bei korrekter Anwendung, wissenschaftlich belegen.

Unser System überzeugt durch mehr als 190 Forschungsartikel über 30 Jahre. Wir bieten Elternseminare, Einführungen und Schulungen für alle an, die für die Arbeit oder das Zusammenleben etwa mit Kindern mit Autismus an einer Fortbildung interessiert sind.

Bei PECS handelt es sich um eine sofort nutzbare Methode, um auf eine Weise nach Dingen, Aktionen und Personen zu fragen, die soziale Interaktion erfordert und fördert. Auf der Grundlage von Prinzipien der angewandten Verhaltensanalyse beginnt PECS mit der Vermittlung von spontanen Anfragen und geht so schnell wie möglich weiter zum Beantworten von Fragen und Kommentieren von Dingen in der Umgebung. Mithilfe von Bildkarten werden die Betreffenden spielend leicht an die verbale Kommunikation mit ihrem Umfeld herangeführt.

PECS-Fortbildung: Unterstützte Kommunikation nicht nur bei Autismus

Obwohl ursprünglich nicht für die Verbalsprachförderung entwickelt, sehen wir bei der Anwendung der PECS-Methode insbesondere bei Vorschulkindern einen Zuwachs an Verbalsprache. Ein großer Prozentteil der Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung entwickelt nach der Einführung von PECS selbstständiges Sprechen.

Doch auch bei Erwachsenen kann PECS ausgezeichnete Fortschritte erzielen. Aus diesem Grund eignen sich unsere Einführungsseminare und Schulungen inhaltlich sowohl für die Anwendung bei Kindern als auch bei Erwachsenen mit Autismus. Unsere Fortbildungen wurden dabei für Angehörige wie für pädagogische Fachkräfte gleichermaßen konzipiert, sodass auch Eltern und andere nahe Verwandte an der Kommunikation mit ihren Angehörigen mitwirken können.

Die sechs Lernphasen der PECS-Methode

PECS wird heute für Lernende aller Altersgruppen mit verschiedenen kognitiven, physischen und kommunikativen Einschränkungen eingesetzt – obwohl die Methode ursprünglich als Kommunikationshilfe für Kinder mit Autismus entwickelt wurde. In unseren Fortbildungen lernen Sie die sechs Phasen kennen, über die der Lernprozess bei der PECS-Methode verläuft. In diesen Lernabschnitten lernen die Schüler, zunächst über den Einsatz von einzelnen Bildkarten und dann auf zunehmend komplexere Art und Weise zu kommunizieren. Mithilfe von Symbolen werden die Anfragen nach beliebten Gegenstände und Handlungen bis hin zu komplexen Sätzen mit Verben, Zahlen, Adjektiven und Präpositionen über einen strukturierten Lernverlauf ausgebaut.

Ziel unserer Fortbildungen ist dabei, Angehörige und Fachkräfte für Autismus zu lehren, die Schüler dazu anzuleiten, eigeninitiativ die Interaktion und Kommunikation mit anderen zu suchen.

Wenn es um unterstützte Kommunikation geht, ist PECS für Menschen mit Autismus weltweit das System der Wahl. Mit unseren Fortbildungen lernen Sie, PECS korrekt anzuwenden – sei es als Angehöriger oder als Pädagoge.

PECS Flussdiagramm