Personen, die nonverbal sind oder über eingeschränkte sprachliche Fähigkeiten verfügen, benötigen ein Kommunikationssystem, das sie sofort benutzen können. Wenn Sie in einer Förderschule arbeiten oder ein Kind mit einer entsprechenden Diagnose haben, haben Sie wahrscheinlich schon vom Picture Exchange Communication System (PECS) gehört. Das System erfreut sich vor allem deshalb großer Bekanntheit, weil es sich um eine evidenzbasierte Methode handelt, die bei korrekter Anwendung in der Praxis funktioniert. Wir bieten Elternseminare, Einführungen und Schulungen für jeden an, der für die Arbeit oder das Zusammenleben etwa mit Kindern mit Autismus an einer Fortbildung interessiert ist.

PECS stellt eine sofort nutzbare Methode dar, um auf eine Weise nach Dingen, Aktionen und Personen zu fragen, die soziale Interaktion erfordert und fördert. Auf der Grundlage von Prinzipien der angewandten Verhaltensanalyse beginnt PECS mit der Vermittlung von spontanen Anfragen und geht so schnell wie möglich weiter zum Beantworten von Fragen und Kommentieren von Dingen in der Umgebung.

PECS-Fortbildung: Unterstützte Kommunikation nicht nur bei Autismus

Ein besonderer Anreiz zur Nutzung der PECS-Methode für Vorschulkinder mit Autismus-Spektrum-Störung ist der hohe Anteil an Kindern, die nach der Einführung von PECS selbständig sprechen. Es ist jedoch nie zu spät, mit PECS anzufangen: Auch bei Menschen, die PECS als Erwachsene erlernt haben, wurden vielfach ausgezeichnete Fortschritte erzielt. Unsere Einführungsseminare und Schulungen wenden sich an Angehörige ebenso wie pädagogische Fachkräfte – und dienen für den Einsatz der Methode zur unterstützten Kommunikation im Umgang mit Kindern und Erwachsenen mit Autismus als bewährte Fortbildung.

Die sechs Lernphasen der PECS-Methode

PECS wird heute für Lernende aller Altersgruppen mit verschiedenen kognitiven, physischen und kommunikativen Einschränkungen eingesetzt – obwohl die Methode ursprünglich als Kommunikationshilfe für Kinder mit Autismus entwickelt wurde. In unseren Fortbildungen lernen Sie die sechs Phasen kennen, über die der Lernprozess bei der PECS-Methode verläuft. In diesen Lernabschnitten lernen die Schüler, über den Einsatz von Bildkarten auf zunehmend komplexere Art und Weise zu kommunizieren: Ausgehend von Einzelbildern von Gegenständen und Handlungen werden mithilfe der Bildkarten im Lernverlauf vermehrt ganze Sätze mit Nomen, Verben, Zahlen, Adjektiven und Präpositionen konstruiert. Ziel ist dabei, die Schüler dazu anzuleiten, eigeninitiativ die Interaktion und Kommunikation mit anderen zu suchen.

Wenn es um unterstützte Kommunikation geht, ist PECS für Menschen mit Autismus weltweit das System der Wahl. Mit unseren Fortbildungen lernen Sie, PECS korrekt anzuwenden – sei es als Angehöriger oder als Pädagoge.

PECS Flussdiagramm